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Textanalyse
Aufbau und Struktur

Phase A:

Galilei sichert seine Lehre vom kopernikanischen Weltbild durch beweise ab

Bild 1, Padua 1609

Galilei beschwört den Anbruch eines neuen Zeitalters

Bild 2, Venedig

Galilei überreicht der Republik ein Fernrohr

Bild 3, Padua 1610

Galilei beweist mithilfe des Fernrohrs die kopernikanische Lehre

 

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Die Hauptfiguren

Galileo Galilei

  • Hauptfigur, genialer Wissenschafter
  • Wissbegierig, genau, Forscherdrang in sich, ungläubig, sozial, kritisch, „politisch blind“, ein Verbrecher an der Menschheit und ein Held der Wissenschaft
  • Will neues Entdecken, die Vernunft fördern

Andrea Sarti

  • Galileis Schüler seit erster Stunde
  • Wissbegierig, fleissig, begeisterungsfähig, hält an seinen Idealen fest, leidenschaftliche Hingabe
  • Hilft Galilei bei seinen Untersuchungen und rettet am Schluss die Discorsi

Frau Sarti

  • Mutter von Andrea
  • Gottgläubig, gutmütig, etwas konservativ, glaubt nicht an die Vernunft sondern an den Glauben
  • Sorgt für Galilei und Andrea, macht den Haushalt

Federzoni

  • Der ungebildete Linsenschleifer der Galilei bei seinen Forschungen hilft
  • Begeisterungsfähig, nicht immer so überzeugt von sich selbst, treu
  • Schleift Linsen für die Fernrohre und hilft bei den Forschungen.

Der kleine Mönch

  • Mönch der sich zu den Wissenschaften hinreissen lässt
  • Anfangs scheu, dann aber wissenschaftlich, glaubt an das Gute
  • Unterstützung bei den Forschungen, Mitglied der Untersuchungskommission von Clavius
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Motive und zentrale Aspekte
Den thematischen Kern des Dramas machen leitmotivartige Bilder bzw. Aspekte aus, welche den gesamten Handlungsstrang durchziehen.

Motive der Milch und des Buchs

Die Wichtigkeit der sozialen Verankerung der Wissenschaft, wird im Motiv der Milch, das oftmals in Kontrast zum Motiv des Buchs verwendet wird, verdichtet. Der Auftakt des Dramas „Stell die Milch auf den Tisch, aber klapp kein Buch zu.“ (S. 9) kann als Lebensmotto des Gelehrten verstanden werden, das er seinem Schüler Andrea in dieser Szene vermittelt. Die Milch als Verkörperung existenzieller Bedürfnisse und sinnlichen Genusses soll ihren berechtigten Platz neben dem geschriebenen Wort haben. Das Buch ist in diesem Zusammenhang der Inbegriff für die Geistestätigkeit des Wissenschaftlers, für die er körperliches Wohlergehen voraussetzt. Die Aussage von der Einheit zwischen Körper und Geist unterstreicht Brecht, in dem er es der lebenstüchtigen Frau Sarti zur Aufgabe macht, Galilei wiederholt an die Bezahlung des Milchmannes zu erinnern. Frau Sarti beugt so einer Vergeistigung des Wissenschafters vor und holt ihn ins Leben zurück.

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