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14. Bild: Die große Selbstkritik |
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Handlungszeit und Ort: - Arcetri bei Florenz, 1633
Thema: - Die Wissenschaft, das Wissen und die Verantwortung für die Folgen
- Die Ambivalenz der neuen Zeit: Hoffnung und (Ent-)Täuschung
Motive: Handlung: - Galilei als Gefangener der Inquisition und seine schonungslose Selbstanklage.
Als Gefangener der Inquisition lebt Galilei mit seiner Tochter Virginia in einem Landhaus nahe Florenz, dort darf er unter kirchlicher Aufsicht in einem eingeschränkten Rahmen weiter Forschen. Der jetzt schon 40 Jahre alte Andrea Sarti besucht seinen ehemaligen Lehrer und berichtet Vorwurfsvoll von den globalen Folgen des Widerrufs für Wissenschaft und Gesellschaft. Als Galilei ihm von der Fertigstellung der Discorsi, Gespräche, „Betreffend zwei neue Wissenszweige: Mechanik und Fallgesetze“ erzählt und ihm eine geheim angefertigte Abschrift aushändigt, reagiert Andrea reuevoll. So idealisiert Andrea, seinen zuvor als feigen Versager beschimpften Versager jetzt zum Vorrausschauenden, moralisch, unfehlbaren Kämpfer für die Wahrheit. Galilei verneint dieses Entlastungsangebot jedoch und bezichtigt sich selbst eines mangelnden Wissenschaftsethos. Er klagt sich selbst an, durch den Widerruf eine einmalige Chance verspielt zu haben. Sein Gelöbnis für die im Dienst der Menschheit forschende Wissenschaft kommt zu spät. |